Atelierstipendium für junge Frankfurter Künstlerinnen und Künstler

Erstmalig hat der Förderkreis Freilichtmuseum Hessenpark e.V. mit Unterstützung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main für die Saison 2010 ein zweimonatiges Atelierstipendium ausgelobt.
Das Motto des Stipendiums „Aus der Stadt aufs Land“ ist Programm: Es bietet einem Frankfurter Künstler die Möglichkeit, zwei Monate lang im Freilichtmuseum zu leben und zu arbeiten. Fern ab von seinem künstlerischen Alltag in Frankfurt hat er die Möglichkeit, im Freilichtmuseum Hessenpark den Kontrast von städtischer Kunst und ländlichem Alltag, von Frankfurter Gegenwart und hessischer Geschichte zu erleben und in seiner Kunst zu verarbeiten. Für den Künstler bedeutet dies Herausforderung und Chance zugleich.
Mit diesem außergewöhnlichen Kulturprojekt möchte der Förderkreis Freilichtmuseum Hessenpark die kulturellen Stadt-Land-Beziehungen und eine künstlerische Arbeit fördern, die durch das Spannungsfeld „Junge Kunst in historischer Umgebung“ inspiriert wird. Der Künstler hat zudem die Gelegenheit, im Freilichtmuseum Hessenpark mit einem breiten Publikum aus ganz Hessen in direkten Kontakt zu treten und dieses an zeitgenössische Frankfurter Kunst heranzuführen.


Das Atelierstipendium „Aus der Stadt aufs Land“ wurde ausgelobt für junge Künstlerinnen und Künstler aus Frankfurt am Main. Angesprochen wurden professionelle Künstlerinnen und Künstler aus sämtlichen Bereichen der bildenden Kunst mit Lebens- und Schaffensmittelpunkt in Frankfurt am Main. Das Stipendium ist pauschal mit 5000,- € dotiert. Im Stipendium inbegriffen sind ein Arbeitsatelier mit Ausstellungsmöglichkeit und die kostenfreie Unterkunft im 50er-Jahre-Gästehaus des Freilichtmuseums. Im Anschluss an das Stipendium ist jeweils eine Ausstellung im Freilichtmuseum Hessenpark und in Frankfurt geplant.

Die Stipendiaten

Die Fachjury setzte sich aus je einem Mitglied folgender Institutionen zusammen: ATELIERFRANKFURT, basis Frankfurt, Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, Förderkreis Freilichtmuseum Hessenpark und Freilichtmuseum Hessenpark. Aus 20 künstlerisch eindrucksvollen Bewerbungen wurden Özlem Günyol und Mustafa Kunt ausgewählt. Neben den außergewöhnlichen künstlerischen Qualifikationen überzeugten die beiden durch ihr Projekt: Im Freilichtmuseum Hessenpark wollen sie sich inspirieren lassen von den alten Handwerkstechniken, die einfließen sollen in die künstlerische Verarbeitung der Realität. Die direkte Zusammenarbeit mit den Handwerkern des Museums, ob Schmied, Steinmetz oder Wagner, steht im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Özlem Günyol und Mustafa Kunt, gebürtig aus Ankara, wechselten nach dem Studium der Bildhauerei an die Staatliche Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, wo sie unter verschiedenen Professoren studierten. Mustafa Kunt folgte zeitgleich dem Unterricht von Professor Ansgar Nierhoff in Mainz. Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im In- und Ausland zeugen ebenso von ihrem Talent wie die verschiedenen Preise, die ihnen seit 2001 zugesprochen wurden.