Waldglashütten

Hier können Sie 250 Jahre Glasmacherkunst im Taunus erleben, von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis etwa 1700. Ein Modell stellt eine überdachte Waldglashütte dar, wie sie im Spätmittelalter „An der Emsbachschlucht” gestanden haben muss; es wurde auf der Basis historischer Abbildungen und fachlicher Erkenntnisse angefertigt.
Die sehenswerte Rekonstruktion des Hauptschmelzofens zeigt, wie das Zentrum der Produktion dieser Glashütte ausgesehen haben könnte: Das Glas wurde durch ein Arbeitsloch entnommen, auf einer Unterlage mit der Glasmacherpfeife weiterverarbeitet und dann frei oder in Holzmodeln geformt.
Der Ofen sowie die Werkzeuge, Scheren und originalen Gebrauchsgeräte vermitteln Ihnen ein anschauliches Bild vom Handwerk und dem Arbeitsalltag eines Glasbläsers. So können Sie auch heute noch nachvollziehen, wie im Taunus vor mehr als 500 Jahren aus „Sand und Asche” Glasfenster und Hohlgefäße hergestellt wurden.

Faszinierende archäologische Funde aus der Gemeinde Glashütten im Taunus sowie Rekonstruktionen spätmittelalterlicher Hohlgläser ergänzen das Bild eines Handwerks, das einfache Materialien meisterhaft zu verarbeiten wusste.

Wirtschaftsgebäude der Hofanlage „Jäger” aus Anspach,
Baugruppe Rhein-Main
Öffnungszeiten:
März bis Oktober täglich 9 bis 18 Uhr; November täglich 10 bis 17 Uhr
Ausstellungsort
Wirtschaftsgebäude der Hofanlage „Jäger” aus Anspach, Baugruppe Rhein-Main. Die genaue Lage finden Sie hier.
Einblicke
Weitere faszinierende Einblicke in die Glasherstellung von
1500 bis 1700 gibt die Begleitbroschüre.
Die Begleitbroschüre ist zum Preis von 9,80 Euro im Buchhandel und im Museumsshop erhältlich oder hier zu bestellen.

