Sakrale Gebäude
Auch das religiöse Leben auf dem Land wird im Freilichtmuseum dokumentiert – anhand von Gebäuden wie Kirchen, Synagogen und einer Kapelle, aber auch durch Wegedenkmäler.
Die sakralen Gebäude im Freilichtmuseum Hessenpark sind in einem Zeitraum vom späten Mittelalter über den Dreißigjährigen Krieg bis hin zum späten 19. Jahrhundert entstanden. Sie stehen heute im Museum, weil sie neuen Gotteshäusern weichen mussten oder vernachlässigt und fast verfallen waren. Hier haben sie ihre historische Bedeutung für das dörfliche Leben in Hessen zurückerhalten – überzeugen Sie sich selbst bei einer Besichtigung.
Kirche aus Ederbringhausen

Diese kleine Kirche ist vor allem bei Brautpaaren beliebt: Hier wurden schon zahlreiche Ehen im Freilichtmuseum Hessenpark geschlossen. Der schlichte Fachwerkbau stammt aus dem Jahr 1801 und hob sich von seiner Umgebung nur durch einen kleinen achteckigen Turmaufbau auf dem Dach ab. Im Inneren gibt es über dem Altar eine Kanzel, die den Bau als protestantische Kirche ausweist, und Emporen, um zusätzliche Plätze zu schaffen. Mehr …
Synagoge aus Groß-Umstadt

Die Synagoge stand früher am Stadtrand von Groß-Umstadt und wurde 1874 eingeweiht. Die massiven, aus unregelmäßigen Steinen gemauerten Wände sind von Rundbogenfenstern unterbrochen; nur durch zwei Inschriften wird der einfache Bau als Gotteshaus erkennbar. Das Gebäude, das nach der Pogromnacht 1938 als Schuppen diente, wurde Ende der 1970er Jahre abgebaut und später in veränderter Form im Freilichtmuseum wiedererrichtet. Mehr …
Kapelle aus Lollar

1480 bekamen die Bewohner Lollars endlich ihren eigenen Andachtsraum, nachdem sie vorher immer zum Gottesdienst ihren Heimatort verlassen mussten. Die kleine Kapelle wurde durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder vergrößert, erhielt mehrere Emporen und eine zusätzliche Tür. In den 1950er Jahren musste sie aber einer neuen Kirche weichen. Seit 1984 ist sie nun im Freilichtmuseum so zu sehen, wie sie vermutlich zur Zeit ihrer Erbauung gestaltet war. Mehr …
Synagoge aus Nentershausen

Die Synagoge aus der Zeit um 1800 hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie wurde mehrfach umgebaut und bis zu ihrer Verwüstung 1938 von der jüdischen Gemeinde genutzt. In den Jahrzehnten danach diente das Gebäude – ohne jemals renoviert zu werden – als Garage, Scheune, Abstellraum und Werkstatt. Kurz vor dem völligen Verfall konnte die Synagoge im Freilichtmuseum wieder aufgebaut werden. Nach aufwendiger Rekonstruktion entschied man sich, sie in der Zeit um 1925 darzustellen. Mehr …
Fachwerkkirche aus Niederhörlen

Die Kirche in rotbraun-weißem Fachwerk steht seit 1974 im Freilichtmuseum Hessenpark. Sie wurde etwa Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut und später erweitert. Die Fenster sind unregelmäßig verteilt, das Dach ist mit Schiefer gedeckt und von einem Turmaufbau mit Kreuz und goldenem Wetterhahn gekrönt. Auch im Innenraum ist das Fachwerk sichtbar. Auf den Brüstungen der Empore sind die vier Evangelisten, die Apostel und Szenen aus dem Leben Christi dargestellt, auf der Kanzel findet sich eine naive Malerei. Mehr …
Wegekapelle aus Weyhers

Das unscheinbare, nur 13 Quadratmeter große Fachwerkgebäude stand ursprünglich außerhalb des Ortes an der Straße. Die Kapelle soll um 1643 als Dank für die Rettung vor plündernden schwedischen Truppen im Dreißigjährigen Krieg errichtet worden sein. 1978 wurde die stark beschädigte Kapelle im Freilichtmuseum wieder aufgebaut und dient heute als typisches Beispiel für das religiöse Leben im katholischen Fuldaer Land. Mehr …
Führung
Entdecken Sie die sakralen Bauten im Freilichtmuseum Hessenpark bei einer Führung. Mehr …
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Heiraten
Sie planen eine Hochzeit in historischer Umgebung? Welche Möglichkeiten das Freilichtmuseum bietet, erfahren Sie hier.
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