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Tage der Schauspielführungen vom 23. bis 28. April

Das Ehepaar Orth begegnet sich auf dem Kirchhof.

Sa 27. April

Eintrittspreise (Zur Preisübersicht)

Erwachsene: 9,00 €
Kinder: 1,00 €
Familie: 18,00 €
Führungen
Museumstheater

Diese Woche können Sie mit unserem Museumstheater auf Zeitreise gehen und in täglich wechselnden Schauspielführungen vergangene Lebenswelten entdecken. Die Führungen sind im Museumseintritt inklusive, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt ist immer der Brunnen auf dem Marktplatz.

Folgende Schauspielführungen stehen auf dem Programm:

Dienstag, 23. April, 13 und 15 Uhr: Arbeit bringt Brot, Faulheit bringt Not
Treffpunkt: Brunnen auf dem Marktplatz
Durch die Einführung der Gewerbefreiheit und durch die Aufhebung der Zünfte im 19. Jahrhundert verloren viele Handwerker ihren ursprünglichen Beruf. Auch die Neuerungen der industriellen Revolution machten sich im wirtschaftlichen Leben nach und nach bemerkbar. Im Mittelpunkt der Schauspielführung stehen der Stellmacher Herrmann Orth und seine Frau Elisabeth. Von Armut bedroht stürzt sich das Handwerker-Ehepaar in jede erdenkliche Arbeit. Können Emsigkeit und Erfindungsreichtum die beiden vor dem sozialen Niedergang bewahren?

Mittwoch, 24. April, 13 und 15 Uhr: Armut – von Kartoffeln und Nassauern
Treffpunkt: Brunnen auf dem Marktplatz
Das Fürstentum Nassau-Usingen im Jahre 1781: Während in Amerika der Unabhängigkeitskrieg tobt, leiden die Bewohner des Taunusdörfchens „Nirgendwo“ Hunger und Not. Für die Obrigkeit ist die Kartoffel der Ausweg aus dem Elend, doch zum Missfallen der hohen Herren rücken die Bauern nicht gerne von ihrer traditionellen Dreifelderwirtschaft ab. Steuern, Zölle und Frondienste verschärfen die Lebensumstände der Landbevölkerung noch zusätzlich – man feilscht und handelt oft an der Grenze des Gesetzes. Die spitzfindige Marktfrau Margarethe und ihre gestrenge Schwiegermutter Franziska geraten in einen unheilvollen Konflikt mit dem Amtmann Ibell. Und auch der Schulmeister Frickel bleibt von den Notzeiten, Missernten und Unruhen seiner Zeit nicht verschont. Kann die Kartoffel das harte Los der Landbevölkerung doch noch zum Guten wenden?

Donnerstag, 25. April, 13 und 15 Uhr: Der Traum vom besseren Leben
Treffpunkt: Brunnen auf dem Marktplatz
Fünf Gestalten aus fünf Jahrhunderten – und jede hat ihre Geschichte von Ein- und Auswanderung im Gepäck. Zu Wort kommen der Landsknecht Hans Staden, der sieben Monate bei Indianern in Südamerika gefangen war, ein Hugenotte aus Friedrichsdorf, hessische Ein- und Rückwanderer nach Amerika und unsere Arbeitskollegen türkischer und russlanddeutscher Abstammung des 20. Jahrhunderts. Unser Museumstheater erzählt anhand einer Wanderung durch die Geschichte Hessens, wie Menschen ihre Heimat, ihre Traditionen und ihre Identität in einer fremden Umgebung erhalten, verändern und schließlich zu einem neuen Ganzen verschmelzen.

Freitag, 26. April, 13 und 15 Uhr: Märchenführung
Treffpunkt: Brunnen auf dem Marktplatz
Es war einmal… Tief in die Märchenwelt der Brüder Grimm geht es bei dieser Führung. Zusammen mit ihrem Märchenführer erzählen Besucher die alten Geschichten von Riesen, Zwergen, Prinzessinnen, Zicklein, Fröschen und anderen wundersamen Wesen nach. Auf Schritt und Tritt gibt es dabei Hinweise zu entdecken. Schließlich stammen die Häuser und Gegenstände im Freilichtmuseum aus den Zeiten, in der sich die Menschen die Märchen erzählt haben – und noch heute erzählen, wenn sie nicht gestorben sind…

Samstag, 27. April, 13 und 15 Uhr: Dem Volk aufs Maul geschaut
Treffpunkt: Brunnen auf dem Marktplatz
Unter dem Motto „Dem Volk aufs Maul geschaut“ dreht sich bei dieser Schauspielführung alles um Sprichwörter und Redewendungen. Wollten Sie schon immer einmal wissen, warum der Hund in der Pfanne verrückt wird und wem eigentlich was „durch die Lappen“ gegangen ist? Begeben Sie sich mit dem Museumstheater auf eine Reise in die Vergangenheit der Sprache. Entdecken Sie, wie Redensarten und Sprichwörter das frühere Leben, Arbeiten und die Liebe auf dem Land widerspiegelten.

Sonntag, 28. April, 13 und 15 Uhr: Rudi, der Landbriefträger
Treffpunkt: Brunnen auf dem Marktplatz
Nirgendwo, ein Dörfchen im Taunus in den 1950er-Jahren: Die Ära der Landbriefträger neigt sich ihrem Ende zu. Die stetige Modernisierung der Deutschen Bundespost macht die ländlichen Postboten zusehends überflüssig. Nur Rudi, ein heiterer und aufgeweckter Zeitgenosse, möchte das nicht wahr haben. Wehmütig, aber mit Stolz blickt er auf seiner täglichen Postroute durch das Dorf auf die vergangenen Jahrzehnte des ländlichen Postwesens zurück.