Hozschuhherstellung

Hozschuhherstellung

Anhand von Handwerkszeug sowie Maschinen der Firmen Klein und Stiefel aus Fulda und Albert Jürgens aus Emsdetten sowie zahlreichen ausgestellten Materialien lässt sich die Entstehung eines Holzschuhes vom Baumstamm bis zum fertigen Produkt nachvollziehen. Holzschuhe bestehen meist komplett aus Holz und werden aus einem Stück gefertigt. Es existieren zahlreiche Formen und Varianten: Es gibt niedrige und hohe Formen mit und ohne Riemen sowie Stiefel für die verschiedensten Einsatzzwecke, wie Moorstiefel oder jene für Metzger und Darmhandlungen. Bei Feld-, Fabrik- und Bauarbeiten dienten sie als Sicherheitsschuhe, bevor sie unter anderem von Stahlkappen-schuhen abgelöst wurden. Darüber hinaus existieren Holzpantoffeln, Pantinen, Holzgaloschen oder auch Schnürstiefel mit Ösen, die eine Holzsohle besitzen.

Das leichte und weiche Pappelholz eignet sich besonders gut für Holzschuhe. Linde, Weide und Erle wurden ebenfalls hierfür verwendet. Die bislang älteste bekannte Darstellung eines Holzschuhs stammt aus dem 15. Jahrhundert. Diese Schuhe wurden nicht nur in den Niederlanden getragen, sondern auch in der nördlichen Hälfte Deutschlands. In Hessen trugen die Menschen sie bis mindestens in die 1930er-Jahre. Holzschuhe wurden auch im Sommer mit dicken Strümpfen getragen, was den Tragekomfort erhöhte. Die Schuhe wurden ursprünglich komplett per Hand gefertigt. Heute können sie teilweise oder ganz maschinell produziert werden. In der Gegenwart werden Holzschuhe kaum noch getragen, erfreuen sich jedoch als Souvenir großer Beliebtheit.

Im Freilichtmuseum gibt es zurzeit keine Vorführungen in der Holzschuhmacherwerkstatt.