Video-Rezepte aus dem Hessenpark

Zusammen mit unserer historischen Hausfrau Iris von Stephanitz und Michaele Scherenberg haben wir ein neues Format für Euch entwickelt – die Video-Rezepte aus dem Hessenpark.

September: Falsche Leber- und Mettwurst

In diesem Video bereitet unsere historische Hausfrau Iris von Stephanitz vegetarische Brotaufstriche zu. Die Rezepte zur „falschen Leberwurst“ und zur „falschen Mettwurst“ stammen aus einem Kriegs- und Notrezeptbüchlein von Ruth van Nederbrok. „Falsch“ daher, weil man in Notzeiten nach Ersatz für Fleischgerichte suchte. Fett und Fleisch waren besonders knapp, so ist es wenig verwunderlich, dass viele Kriegsrezepte besonders auf die Fleischreduktion abzielten und stattdessen der Verbrauch von Nahrungsmitteln förderten, die in Deutschland angebaut wurden und nicht aus dem Ausland importiert werden mussten. Probieren Sie es gerne aus!

August: Kartoffelbrot

Das Kartoffelbrot wurde ursprünglich um 1778 von Antoine Augustin Parmentier (1737-1813), einem französischen Pharmazeuten und Agronomen, entwickelt. Er verfasste darüber sein Werk „Die Kunst Brod aus Erdäpffeln zu backen ohne Vermischung mit irgend einem Getraidemehl“ und pries darin die Kartoffel als „Gemüse der armen Leute“ und als Mittel gegen die Hungersnöte an. Brotrezepte, in denen ein Teil des Mehls durch gekochte oder rohe geriebene Kartoffeln ersetzt wurde, tauchen gerade in Notzeiten immer wieder auf. So auch nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Was einst als Not- oder Kriegsbrot bekannt war, gehört heute zu einer der beliebten Brotsorten. Kartoffelbrot hält lange frisch und ist äußerst schmackhaft. Hier ist die Version eines Kartoffelbrotes mit Roggen- und Emmer-Vollkornmehl von unserer historischen Hausfrau Iris von Stephanitz.

Juli: Makronenküchlein

In diesem Video-Rezept bereitet unsere historische Hausfrau Iris von Stephanitz leckere Makronenküchlein in einer Eicreme zu. Das Rezept für die „Macronen Küchelger“ stammt aus dem kleinen für jedermann nützlichen und wohleingerichteten „Franckfurter Kochbuch“, das eine in der Kochkunst erfahrene angesehene hiesige Hausfrau zunächst zum eigenen Gebrauch in Druck gegeben hat. Das Kochbuch wurde jedoch für die Öffentlichkeit nutzbar gemacht und 1789 in Frankfurt am Main zum vierten Mal aufgelegt.
Die Makronen, als Dauerbackware oder Feingebäck, sind seit der Mitte des 17. Jahrhunderts unter der französischen Bezeichnung „macaron“‎, also als „Mandeltörtchen“ bekannt. Sie wurden zunächst in Kochbüchern unter dem französischen Namen geführt und um 1700 schließlich als „Macronen“ eingedeutscht. Genießen Sie diese feinen Mandeltörtchen in einer himmlischen Eicreme. Sie werden es sicher nicht bereuen. Wir wünschen viel Vergnügen & guten Appetit!

Juni: Gefüllte Kohlrabi

In diesem Video kocht unsere historische Hausfrau Iris von Stephanitz gefüllte Kohlrabi. Das Rezept stammt aus der Feder einer unbekannten Frankfurter Hausfrau aus dem 18. Jahrhundert, die ihre Rezepte im „Franckfurter Kochbuch“ veröffentlichte. Darin findet sich auch ein Rezept zu „gefüllten Kohlraben“. Woher der Kohlrabi ursprünglich stammt, ist nicht geklärt. Vermutlich ist seine Herkunft im Mittelmeerraum und Mittelasien zu suchen. Für Europa ist er ab dem 16. Jahrhundert sicher belegt.
Der Kohlrabi gilt vielfach als typisch deutsches Gemüse, so wird er im Englischen sogar als German turnip bezeichnet. Dieses Frühlingsgemüse ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und kann sowohl roh, als auch gedünstet unseren Speiseplan bereichern. Wir wünschen viel Spaß beim Kochen & guten Appetit!

Mai: Grüne Suppe

Frühlingszeit ist Kräuterzeit. In historischen Kochbüchern trifft man oft auf die Gerichte, in denen Kräuter Verwendung finden. Dieses Rezept der Grünen Suppe ist vom „Franckfurter Kochbuch“ aus dem Jahr 1789 inspiriert. Auf dem offenen Herdfeuer zubereitet, erhält dieses Gericht zwar noch zusätzliche Raucharomen, aber die Suppe gelingt auch auf einem normalen Herd. Zur Zubereitung nimmt man die Kräuter, die je nach Jahreszeit gerade zur Verfügung stehen. So ergeben sich immer neue Variationsmöglichkeiten. Hier zeigt unsere historische Hausfrau Iris von Stephanitz Ihnen eine davon. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und guten Appetit!

April: Osternester

Die Tradition an besonderen Festtagen kunstvoll von Hand geformte Brote, „Schönbrod“, auf den Tisch zu bringen reicht sehr weit zurück. In diesem Video zeigt Ihnen Iris von Stephanitz wie man ganz leicht tolle Osternester aus Teig herstellt. Ebenfalls dazu zählen auch die Einschulungsbrezel, die Allerheiligengebäcke, der Christstollen, das Neujahrweck und das Osterbrot. Solche speziellen Gebäcke ersetzten schon in früher Zeit Mensch- und Tieropfer bei kultischen Handlungen. Aus den Opfergeschenken wurden in christlicher Zeit schließlich Glücksgeschenke. Viel Spaß beim Ausprobieren!

März: Grünkernbratlinge

In diesem Video-Rezept bereitet Iris von Stephanitz Grünkernbratlinge mit Pellkartoffeln zu. Grünkern ist ein noch grüner Dinkel, der zur Milchreife, also zwei bis drei Wochen vor der Vollreife, geerntet wird. Die Grünkernernte ist seit dem 17. Jahrhundert belegt und wurde aus der Not geboren. Denn so konnte man einem, durch schlechtes Wetter drohenden, Ernteausfall vorbeugen. Der grüne Dinkel muss zunächst mechanisch von seinem Spelz befreit werden. Danach wird er durch indirekte Befeuerung auf Gitternetzen und unter mehrfachem Wenden gedarrt und geröstet. Auf diese Weise erhält er sein feines geräuchertes Röstaroma, was sich hervorragend als Fleischersatz, Suppeneinlage, in Aufläufen, Salaten, oder wie hier als Bratling eignet. Er schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch noch äußerst gesund. Grünkern ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen und dank seines hohen Proteingehaltes ein idealer Eiweißlieferant. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren! 

Februar: Quarkbällchen

Zur närrischen Faschingszeit im Winter war es schon früher Tradition kalorienreiche Siede- oder Schmalzgebäcke zu backen. Es konnte mit den Grundzutaten, die in ländlichen Haushalten ohnehin vorrätig waren, schnell zubereitet und in heißem Fett oder Schweineschmalz ausgebacken werden.
Zubereitung und Bezeichnung variierten je nach Region und Familie. Die Zutatenliste ähnelte sich aber meistens. Insbesondere verderbliche Lebensmittel, wie Milchprodukte und Eier, mussten ohnehin vor Beginn der Fastenzeit verbraucht werden. Unsere historische Hausfrau Iris von Stephanitz bereitet in diesem Video leckere Quarkbällchen zu. Am besten schmecken sie warm und mit Puderzucker bestäubt. Die hier angegebene Menge genügt für eine größere Familie. Achtung: Suchtgefahr!

Januar: Wirsingbratlinge

Ob Sie es glauben oder nicht, diese Wirsingbratlinge schmecken fast wie Frikadellen aus Fleisch. Ein herzhaftes vegetarisches Gericht, das besonders gut zu Kartoffelpüree passt. Es ist schnell zubereitet und nicht nur lecker, sondern auch äußerst gesund. Der Wirsing, früher auch als Welschkohl bekannt, ist ein Verwandter von Weiß- und Rotkohl. Er ist reich an Vitaminen sowie Mineralstoffen und bringt uns gut durch den Winter. Iris von Stephanitz stellt das Rezept vor.

Dezember: Quittenplätzchen

In der neuesten Ausgabe unserer Reihe „Video-Rezepte aus dem Hessenpark“ backt unsere historische Hausfrau Iris von Stephanitz leckere Kakaoplätzchen mit Quittengelee. Außerdem verrät sie, mit welchem Trick die Plätzchen schön knusprig werden. Wer für das kleine Fenster in den Plätzchen keine passende Ausstechform besitzt, kann einfach einen Fingerhut verwenden. Wir wünschen viel Freude beim Backen!

November: Reispudding

Im ersten Video wird ein warmer Reispudding gekocht. Wer keine verschließbare Puddingform besitzt, kann einfach eine Gugelhupfform verwenden und diese mit einem Deckel oder Alu-Folie abdecken. Bitte achten Sie darauf, dass der Pegel des Wasserbads der Höhe vom Reispudding innerhalb der Form entspricht. Hier finden Sie das Rezept.