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Aktuelle Pressemitteilung

ATOMKRAFTWERK BIBLIS KOMMT INS FREILICHTMUSEUM

HESSENPARK FREUT SICH AUF NEUE ATTRAKTION IN DER BAUGRUPPE SÜDHESSEN

Neu-Anspach, 1. April 2021. Der Hessenpark wird um eine weitere Attraktion reicher: Das zentrale hessische Freilichtmuseum gab heute die Versetzung des stillgelegten Atomkraftwerks vom südhessischen Biblis nach Neu-Anspach bekannt. Nach der Eröffnung der Synagoge aus Groß-Umstadt und der absehbaren Fertigstellung des Hauses aus Radheim als Fachwerk-Musterhaus verzeichnet die Baugruppe Südhessen des Museums damit einen weiteren, besonders prominenten Zuwachs.
In Folge der nuklearen Katastrophe von Fukushima haben Bundestag und Bundesrat 2011 den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen – Ende 2022 werden die letzten deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet. Die Frage, ob einzelne davon als wichtige Landmarken mit eigener Bauästhetik und als Erinnerung an eine über Jahrzehnte gesellschaftsprägende Debatte bewahrt werden sollten, beschäftigt nun die Wissenschaft und die Denkmalpflege gleichermaßen.
Museumsleiter Jens Scheller bezeichnete die Entscheidung zur Versetzung deshalb nur als „zweitbeste Lösung“. „Grundsätzlich lehnen wir die Übernahme denkmalgeschützter Gebäude, anders als in den Anfangsjahren des Museums, ab. Denkmale verlieren ohne ihren räumlichen Kontext an Wert“, erklärte Scheller. Angesichts der bereits getroffenen Abrissentscheidung könne so aber wenigstens ein bedeutendes Zeugnis der Industriearchitektur des 20. Jahrhunderts bewahrt und damit gleichzeitig auch der ungebremste Fortschrittsglauben und die letztlich als Irrtum erkannte energiepolitische Weichenstellung dieser Epoche aufgezeigt werden.
Mit dieser Entscheidung ist auch der Weg für die umstrittene Nachnutzung des Kraftwerkgeländes als künftiger Deutscher Weltraumbahnhof frei. Das südhessische Biblis kann sich so gegen die Standorte Rostock-Laage und Nordholz bei Cuxhaven durchsetzen. Der Hessenpark profitiert gleich doppelt: Die kostspielige Versetzung des ehemaligen Kraftwerks wird komplett aus Fördermitteln des Bundes finanziert. Vor radioaktiver Strahlung müssen sich die Museumsgäste laut Scheller keine Sorgen machen: „Nur drei Prozent der Baumasse sind radioaktiv belastet. Diese Bauteile müssen natürlich für die nächsten 100.000 Jahre sicher endgelagert werden. Im Hessenpark werden wir den zentralen Kraftwerksblock nachbauen, um unseren Gästen einen möglichst authentischen Eindruck der Kraftwerkstechnik zu vermitteln. Dabei setzen wir konsequent auf Baustoffrecycling und Nachhaltigkeit – so werden die Brennstäbe mit Hilfe von verdichtetem Kaffeesatz aus der Museumsgastronomie nachgebildet.“

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