Sonderausstellungen

Im Freilichtmuseum Hessenpark zeigen wir unseren Besuchern jedes Jahr verschiedene Sonderausstellungen. Historische Fotografien, Einblicke in vergangene Lebenswelten, Gemälde, moderne und traditionelle Handwerkskunst, Skulpturen, Ein- und Auswanderungsbewegungen – die Vielfalt der Themen ist ebenso groß wie der Erkenntnisgewinn. Gehen Sie in unseren Austellungshäusern auf Entdeckungsreise – einen Überblick über die aktuellen Ausstellungsthemen finden Sie auf dieser Seite.

Sonderausstellungen

Miniaturkameras

Verspielt – versteckt – verpönt

Fernglaskamera Binoca von 1950

Seit der ersten Bekanntmachung des fotografischen Verfahrens im Jahre 1839 entwickelten sich die fotografischen Aufnahmegeräte stetig weiter: Nicht nur die Qualität der Kameras wurde besser und die Handhabung einfacher, auch ihre Größe verringerte sich zunehmend. Diesem Aspekt widmet sich die derzeitige Sonderausstellung im Fotohaus und zeigt die Entwicklung der Miniaturkamera von ihren Anfängen bis in die heutige Zeit: Die Miniaturkamera wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts verwendet und besaß damals noch das Format eines Backsteins. Heute haben sich die Abmessungen von etwa einer Zigarettenpackung als gängige Größe etabliert.

26. Februar 2017 bis März 2018
Haus aus Queck, Baugruppe Marktplatz

Jakob Nussbaum (1873-1936)

Frankfurter Impressionist

Ölbild von Jakob Nussbaum: Mainufer mit Blick auf Alte Brücke

Jakob Nussbaum gilt als der bedeutendste jüdische Künstler, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Frankfurt am Main lebte und arbeitete. Seine besondere Leidenschaft war die impressionistische Landschaftsmalerei, die er in seinen Stadtansichten weiterentwickelte. Auch in seinen Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen steht die Landschaft im Zentrum. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt. Sie zeigt neben herausragenden Kunstwerken auch Originaldokumente und Fotos aus dem Nachlass des Künstlers.

18. März bis 2. Dezember 2018
Haus aus Gemünden (Wohra), Baugruppe Marktplatz
(geöffnet mittwochs, sams-, sonn- und feiertags)

Wanderlust. Zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus

Wanderstock, Rucksack und Filzhut

Der 1868 auf dem Großen Feldberg gegründete Taunusklub e.V. feiert im Jahr 2018 sein 150-jähriges Jubiläum. Das Freilichtmuseum wirft aus diesem Anlass einen Blick auf die Gründung und das Engagement des ersten deutschen Wandervereins und die Kulturgeschichte des Wanderns. Wie und wann ist die organisierte Wanderbewegung eigentlich entstanden? Und warum wurde aus der alltäglichen Notwendigkeit des Laufens eine Trendsportart und Freizeitbeschäftigung? Die Sonderausstellung in Kooperation mit dem Taunusklub e.V. thematisiert anhand von Texten, Erzählungen, Fotos, Zeichnungen und Exponaten die Erschließung des Taunus als Wanderregion zwischen den 1840er-Jahren und heute, greift die Naturvorstellungen von Wanderern auf und zeigt deren Ausrüstung im Wandel der Zeit.
Drei verschiedene Wanderrouten führen durch die Ausstellung, welche die Besucher je nach Informationsbedürfnis und Interesse selbst auswählen: Für Kinder gibt es den „Ziegenpfad“, für begeisterte Tauniden und solche, die es werden wollen, bietet sich der „Taunussteig“ an. Für besonders am Thema interessierte Gäste empfiehlt sich die „Gipfeltour“. Ausgestattet mit Wanderstöcken und -karten erkunden die „Wanderer“ die Themenbereiche ihrer Strecke, verweilen zur Rast an den Medien- und Mitmachstationen und können dabei ihre eigene Wanderlust entdecken.

4. März bis 2. Dezember 2018
Stallscheune aus Asterode, Baugruppe Nordhessen

Stöbern in alten Fotos

Der Alltag in Hessen im Fotoarchiv von Walter Löber (1932-1939)

Frau und drei Kinder mit Rindern am Dorfbrunnen

Der Imker und Schreinergeselle Walter Löber (1906-1968) aus Donsbach erwarb 1932 eine Leica II. Auf vielen Reisen durch Hessen begleitete ihn seine Kamera. Löber entwickelte sich autodidaktisch zu einem guten Fotografen mit einem offenen Auge fürs alltägliche Leben und das besondere Motiv. Bis zum Kriegsausbruch 1939 dokumentierte er Städte und Dörfer, Landschaften und Menschen auf rund 3.000 Fotografien. Sein Archiv gelangte 2017 ins Museum. Diese Sonderausstellung zeigt eine erste Auswahl aus Löbers unbekannten Bildern.

8. April bis 2. Dezember 2018
Haus aus Ransbach (Festes Haus), Baugruppe Nordhessen

Doppeläugig

Aufstieg und Fall der zweiäugigen Spiegelreflexkamera

Rolleiflex

Die 1929 vorgestellte Rolleiflex eroberte schnell die Herzen der fotografischen Welt. Was machte sie so einmalig? Das zweite „Auge“, das Sucherobjektiv, ermöglichte erstmals eine perfekte Bildkontrolle. Das Sucherbild auf der Mattscheibe entsprach der Negativgröße, beide Objektive wurden gleichzeitig „scharfgestellt“. Bis in die Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war dieser Kameratyp das bevorzugte Werkzeug vieler Fotoreporter, Amateure und Fotostudios. Die Ausstellung zeigt die Rolleiflex und ihre Epigonen.

29. April 2018 bis 14. April 2019
Haus aus Queck, Baugruppe Marktplatz

Wanderlust

Zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus

Wanderstock, Rucksack und Filzhut

Der 1868 auf dem Großen Feldberg gegründete Taunusklub e.V. feiert im Jahr 2018 sein 150-jähriges Jubiläum. Das Freilichtmuseum wirft aus diesem Anlass einen Blick auf die Gründung und das Engagement des ersten deutschen Wandervereins und die Kulturgeschichte des Wanderns. Wie und wann ist die organisierte Wanderbewegung eigentlich entstanden? Und warum wurde aus der alltäglichen Notwendigkeit des Laufens ein Trendsport? Die Sonderausstellung in Kooperation mit dem Taunusklub e.V. greift die Naturvorstellungen von Wanderern auf und zeigt deren Ausrüstung im Wandel der Zeit.

4. März bis 2. Dezember 2018
Stallscheune aus Asterode, Baugruppe Nordhessen