Sonderausstellungen

Im Freilichtmuseum Hessenpark zeigen wir unseren Besuchern jedes Jahr verschiedene Sonderausstellungen. Historische Fotografien, Einblicke in vergangene Lebenswelten, Gemälde, moderne und traditionelle Handwerkskunst, Skulpturen, Ein- und Auswanderungsbewegungen – die Vielfalt der Themen ist ebenso groß wie der Erkenntnisgewinn. Gehen Sie in unseren Austellungshäusern auf Entdeckungsreise – einen Überblick über die aktuellen Ausstellungsthemen finden Sie auf dieser Seite.

Sonderausstellungen

Miniaturkameras

Verspielt – versteckt – verpönt

Fernglaskamera Binoca von 1950

Seit der ersten Bekanntmachung des fotografischen Verfahrens im Jahre 1839 entwickelten sich die fotografischen Aufnahmegeräte stetig weiter: Nicht nur die Qualität der Kameras wurde besser und die Handhabung einfacher, auch ihre Größe verringerte sich zunehmend. Diesem Aspekt widmet sich die neue Sonderausstellung im Fotohaus und zeigt die Entwicklung der Miniaturkamera von ihren Anfängen bis heute.

26. Februar 2017 bis März 2018
Haus aus Queck, Baugruppe Marktplatz

Hessen unter Strom

Die Elektrizitätswirtschaft von den Anfängen bis heute

Zwei Männer arbeiten an den Stromantennen auf einem Häuserdach.

Die Sonderausstellung des Hessischen Wirtschaftsarchivs in Darmstadt und des Freilichtmuseums Hessenpark zeichnet die Fortschrittsgeschichte der Elektrizitätswirtschaft in Hessen seit den 1880er Jahren bis zu den heutigen Diskussionen um den Einsatz alternativer Energien nach. Begleitend erzählen Staubsauger, Kühlschrank und Elektroherd von ihrem Einzug in unseren häuslichen Alltag und wie sie ihn veränderten.

26. März bis 3. Dezember 2017
Stallscheune aus Asterode, Baugruppe Nordhessen

 
 

Hessen unter Strom

Zwei Männer arbeiten an den Stromantennen auf einem Häuserdach.

Die Elektrizitätswirtschaft von den Anfängen bis heute

Die Sonderausstellung des Hessischen Wirtschaftsarchivs in Darmstadt und des Freilichtmuseums Hessenpark zeichnet die Fortschrittsgeschichte der Elektrizitätswirtschaft in Hessen seit den 1880er Jahren bis zu den heutigen Diskussionen um den Einsatz alternativer Energien nach. Begleitend erzählen Staubsauger, Kühlschrank und Elektroherd von ihrem Einzug in unseren häuslichen Alltag und wie sie ihn veränderten. Bereits 1925 warb die Firma AEG mit internationalen Stars für ihre Elektrogeräte. Waren dies damals noch Luxusartikel, die nur für den großbürgerlichen Haushalt erschwinglich waren, so modernisierte sich das Alltagsleben mit dem steigenden Absatz elektrischer Geräte grundlegend. In den Städten machte die elektrische Beleuchtung sehr bald die Fabrikarbeit vom Tageslicht unabhängig und ließ die Schaufenster der großen Kaufhäuser erstrahlen. Auch im ländlichen Raum hielt der technische Fortschritt triumphalen Einzug. Spätestens die flächendeckende Stromversorgung seit den 1920er Jahren erleichterte auch auf dem Land die Arbeitsabläufe.

„Hessen unter Strom“ ist eine Wanderausstellung, deren Reise zu neun weiteren Stationen in Hessen führt. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Begleitband, herausgegeben vom Hessischen Wirtschaftsarchiv in Darmstadt. Die Publikation und das Ausstellungsprojekt werden großzügig durch namhafte hessische Elektrizitätsunternehmen unterstützt.

26. März bis 3. Dezember 2017
Stallscheune aus Asterode, Baugruppe Nordhessen

Alltag, Aufbruch und Anstoß. Barbara Klemm

Fotografien aus Hessen

Schwarz-weiß Fotografie von Barbara Klemm: Drei Männer mit Buggys und Kinderwagen (Frankfurt 1979)

Die renommierte und vielfach ausgezeichnete Fotografin Barbara Klemm wurde berühmt mit ihren Aufnahmen politischer Schlüsselereignisse in der Bundesrepublik Deutschland, Europa und in vielen anderen Teilen der Welt. Aber auch ihre Alltagsszenen und Porträts fangen unnachahmlich den Zeitgeist ein. Im Freilichtmuseum zeigt die Fotografin erstmals eine Auswahl ihrer zwischen 1967 und 2016 in Hessen entstandenen Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Begleitband im CoCon-Verlag in Hanau.

5. März bis 3. Dezember 2017
Haus aus Gemünden (Wohra), Baugruppe Marktplatz
(geöffnet mittwochs, sams-, sonn- und feiertags)

Die Vogelsbergbahn zwischen Lauterbach und Stockheim

Eine Fotodokumentation 1940 bis 1983

Historische schwarz-weiß Aufnahme der Vogelsbergbahn

Die Wetterauer Eisenbahn-Fotografen Wilfried Kohlmeier und Ernst Bäppler haben ein Kaleidoskop an Bildern der einstigen Vogelsbergbahn zusammengetragen. Für die Ausstellung haben sie die besten eigenen Motive ausgewählt und mit historischen Bildern ergänzt. Die Aufnahmen zeigen die wohl schönste hessische Gebirgsbahn als eine starke Lebensader für den ländlichen Lebensraum und ihren langsamen Niedergang durch die Konkurrenz des Straßenverkehrs vor der Stilllegung der Strecke zwischen Stockheim und Lauterbach im September 1975.

28. Mai bis 3. Dezember 2017
Haus aus Ransbach (Festes Haus), Baugruppe Nordhessen

Wanderlust

Zwei Jahrhunderte Naturbegehung im Taunus

Wanderstock, Rucksack und Filzhut

Der 1868 auf dem Großen Feldberg gegründete Taunusklub e.V. feiert im Jahr 2018 sein 150-jähriges Jubiläum. Das Freilichtmuseum wirft aus diesem Anlass einen Blick auf die Gründung und das Engagement des ersten deutschen Wandervereins und die Kulturgeschichte des Wanderns. Wie und wann ist die organisierte Wanderbewegung eigentlich entstanden? Und warum wurde aus der alltäglichen Notwendigkeit des Laufens ein Trendsport? Die Sonderausstellung in Kooperation mit dem Taunusklub e.V. greift die Naturvorstellungen von Wanderern auf und zeigt deren Ausrüstung im Wandel der Zeit.

4. März bis 2. Dezember 2018
Stallscheune aus Asterode, Baugruppe Nordhessen

Jakob Nussbaum (1873-1936)

Frankfurter Impressionist

Ölbild von Jakob Nussbaum: Mainufer mit Blick auf Alte Brücke

Jakob Nussbaum gilt als der bedeutendste jüdische Künstler, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Frankfurt am Main lebte und arbeitete. Seine besondere Leidenschaft war die impressionistische Landschaftsmalerei, die er in seinen Stadtansichten weiterentwickelte. Auch in seinen Gemälden, Zeichnungen und Aquarellen steht die Landschaft im Zentrum. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt. Sie zeigt neben herausragenden Kunstwerken auch Originaldokumente und Fotos aus dem Nachlass des Künstlers.

18. März bis 2. Dezember 2018
Haus aus Gemünden (Wohra), Baugruppe Marktplatz
(geöffnet mittwochs, sams-, sonn- und feiertags)

Stöbern in alten Fotos

Der Alltag in Hessen im Fotoarchiv von Walter Löber (1932-1939)

Frau und drei Kinder mit Rindern am Dorfbrunnen

Der Imker und Schreinergeselle Walter Löber (1906-1968) aus Donsbach erwarb 1932 eine Leica II. Auf vielen Reisen durch Hessen begleitete ihn seine Kamera. Löber entwickelte sich autodidaktisch zu einem guten Fotografen mit einem offenen Auge fürs alltägliche Leben und das besondere Motiv. Bis zum Kriegsausbruch 1939 dokumentierte er Städte und Dörfer, Landschaften und Menschen auf rund 3.000 Fotografien. Sein Archiv gelangte 2017 ins Museum. Diese Sonderausstellung zeigt eine erste Auswahl aus Löbers unbekannten Bildern.

8. April bis 2. Dezember 2018
Haus aus Ransbach (Festes Haus), Baugruppe Nordhessen

Doppeläugig

Aufstieg und Fall der zweiäugigen Spiegelreflexkamera

Rolleiflex

Die 1929 vorgestellte Rolleiflex eroberte schnell die Herzen der fotografischen Welt. Was machte sie so einmalig? Das zweite „Auge“, das Sucherobjektiv, ermöglichte erstmals eine perfekte Bildkontrolle. Das Sucherbild auf der Mattscheibe entsprach der Negativgröße, beide Objektive wurden gleichzeitig „scharfgestellt“. Bis in die Siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts war dieser Kameratyp das bevorzugte Werkzeug vieler Fotoreporter, Amateure und Fotostudios. Die Ausstellung zeigt die Rolleiflex und ihre Epigonen.

29. April 2018 bis 14. April 2019
Haus aus Queck, Baugruppe Marktplatz