Sonderausstellungen

Im Freilichtmuseum Hessenpark zeigen wir unseren Besuchern jedes Jahr verschiedene Sonderausstellungen. Historische Fotografien, Einblicke in vergangene Lebenswelten, Gemälde, moderne und traditionelle Handwerkskunst, Skulpturen, Ein- und Auswanderungsbewegungen – die Vielfalt der Themen ist ebenso groß wie der Erkenntnisgewinn. Gehen Sie in unseren Austellungshäusern auf Entdeckungsreise – einen Überblick über die aktuellen Ausstellungsthemen finden Sie auf dieser Seite.

Sonderausstellungen

Miniaturkameras

Verspielt – versteckt – verpönt

Fernglaskamera Binoca von 1950

Seit der ersten Bekanntmachung des fotografischen Verfahrens im Jahre 1839 entwickelten sich die fotografischen Aufnahmegeräte stetig weiter: Nicht nur die Qualität der Kameras wurde besser und die Handhabung einfacher, auch ihre Größe verringerte sich zunehmend. Diesem Aspekt widmet sich die derzeitige Sonderausstellung im Fotohaus und zeigt die Entwicklung der Miniaturkamera von ihren Anfängen bis heute: Der Kameratyp wurde bereits Ende des 19. Jhd. verwendet und besaß damals das Format eines Backsteins. Durch Neuentwicklungen Anfang des 20. Jhd. reduzierte sich die Größe auf etwa die Hälfte. Heute haben sich die Maße von etwa einer Zigarettenpackung als gängige Größe etabliert.

26. Februar 2017 bis 16. März 2018
Haus aus Queck, Baugruppe Marktplatz

 

Hessen först! Karikaturen von Greser & Lenz

Sonderausstellungen

Achim Greser und Heribert Lenz gehören zu den erfolgreichsten Karikaturisten Deutschlands. Aus ihrem mittlerweile mehrere 1000 Originalzeichnungen umfassenden Archiv werden etwa 70 handverlesene Karikaturen mit einem engen Hessenbezug gezeigt. Einige Blätterbücher runden die Ausstellung ab, indem sie einen Einblick in die Arbeitsweise der beiden Künstler geben. Von ihrer Heimat Aschaffenburg aus nehmen diese ja nicht nur die Republik und ihre politische Lanschaft ins Visier, sondern auch unser Alltagsleben und unsere Fortschrittsgläubigkeit. Greser & Lenz lassen ihre Protagonisten diese Szenen nicht selten in breitestem Frankfurterisch kommentieren.

17. März bis 1. Dezember 2019
Haus aus Gemünden (Wohra), Baugruppe Marktplatz
geöffnet mittwochs, freitags, samstags, sonn- und feiertags

Kleine Mauerfälle.

Die Öffnung der hessisch-thüringischen Grenze 1989

Sonderausstellungen

Die Ausstellung ist den vielen kleinen Mauerfällen im Grenzabschnitt zwischen Hessen und Thüringen nach dem Fall der Berliner Mauer gewidmet. In Foto- und Filmdokumenten berichtet sie von der Freude des Wiedersehens, dem Glück der beendeten Trennung und dem neuen Umgang mit den alten, fremd gewordenen Nachbarn. In Biografien von Anwohnern der Grenze wird deutlich, welche Einschränkungen, Verletzungen und Benachteiligungen sie hervorrief und wie sich ihre Auflösung in persönlichen Lebenswegen niederschlug.

7. April bis 1. Dezember 2019
Haus aus Ransbach (Festes Haus), Baugruppe Nordhessen

Doppeläugig

Aufstieg und Fall der zweiäugigen Spiegelreflexkamera

Rolleiflex

Die 1929 vorgestellte Rolleiflex eroberte schnell die Herzen der fotografischen Welt. Was machte sie so einmalig? Das zweite „Auge“, das Sucherobjektiv, ermöglichte erstmals eine perfekte Bildkontrolle. Das Sucherbild auf der Mattscheibe entsprach der Negativgröße, beide Objektive wurden gleichzeitig „scharfgestellt“. Bis in die Siebzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts war dieser Kameratyp das bevorzugte Werkzeug vieler Fotoreporter, Amateure und Fotostudios. Die Ausstellung zeigt die Rolleiflex und ihre Epigonen.

29. April 2018 bis 15. März 2019
Haus aus Queck, Baugruppe Marktplatz

Wanderlust. 200 Jahre Naturbegehung im Taunus

Wanderstock, Rucksack und Filzhut

Der 1868 auf dem Großen Feldberg gegründete Taunusklub e.V. feiert im Jahr 2018 sein 150-jähriges Jubiläum. Das Freilichtmuseum wirft aus diesem Anlass einen Blick auf die Gründung und das Engagement des ersten deutschen Wandervereins und die Kulturgeschichte des Wanderns. Wie und wann ist die organisierte Wanderbewegung eigentlich entstanden? Und warum wurde aus der alltäglichen Notwendigkeit des Laufens eine Trendsportart und Freizeitbeschäftigung? Die Sonderausstellung in Kooperation mit dem Taunusklub e.V. thematisiert anhand von Texten, Erzählungen, Fotos, Zeichnungen und Exponaten die Erschließung des Taunus als Wanderregion zwischen den 1840er-Jahren und heute, greift die Naturvorstellungen von Wanderern auf und zeigt deren Ausrüstung im Wandel der Zeit.
Drei verschiedene Wanderrouten führen durch die Ausstellung, welche die Besucher je nach Informationsbedürfnis und Interesse selbst auswählen: Für Kinder gibt es den „Ziegenpfad“, für begeisterte Tauniden und solche, die es werden wollen, bietet sich der „Taunidenweg“ an. Für besonders am Thema interessierte Gäste empfiehlt sich der „Gipfelsteig“. Ausgestattet mit Wanderstöcken und -karten erkunden die „Wanderer“ die Themenbereiche ihrer Strecke, verweilen zur Rast an den Medien- und Mitmachstationen und können dabei ihre eigene Wanderlust entdecken.
Die Sonderausstellung wurde mit großzügiger finanzieller Unterstützung des Hochtaunuskreises, des Kulturfonds Frankfurt Rhein-Main, der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region und der Taunus Sparkasse realisiert.

3. März bis 1. Dezember 2019
Stallscheune aus Asterode, Baugruppe Nordhessen
geöffnet samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr

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