Die Martinsklause aus Remsfeld

Erbaut: 1723
Abgebaut: 1976
Wiedererrichtet: 2012 bis 2014

Der rechte Wohnteil der Anlage wurde 1723 erbaut. Am alten Standort befand sich hier um 1770 eine Branntweinschenke. Die um 1830/40 angebaute mittlere Scheune und ein später zugefügter Stall wurden nicht in das Museum überführt; sie mussten – wie das Kellergeschoss – im Freilichtmuseum rekonstruiert werden. Im Hochparterre war eine Schankwirtschaft eingerichtet, im Obergeschoss befanden sich Gast- und Schlafräume. Der spätere Besitzer des Gebäudes, der Ackermann Adam Martin, erweiterte die Schankwirtschaft und ließ 1892 im Obergeschoss der angrenzenden Scheune einen Tanzsaal einbauen. 1922 wurde die Scheune links um ein Stallgebäude an der Giebelseite erweitert, der Tanzsaal damit erheblich vergrößert. Die Schenke war in den 1950er-Jahren als Martinsklause bekannt; sie wurde in diesem Zeitschnitt – passend zum Zeitschnitt der Baugruppe Nordhessen – originalgetreu eingerichtet“ und wird als Museumsgaststätte betrieben.

Neben der Gaststätte mit Freisitz beherbergt der Bau Ausstellungen über die Geschichte von Remsfeld, der Martinsklause sowie zum Bierbrauen. Der Tanzsaal kann auch für größere Veranstaltungen genutzt werden. Gegenüber der Gaststätte befindet sich ein Kinderspielplatz. Zusammen mit der Kirche aus Kohlgrund und der Stallscheune aus Asterode für große Sonderausstellungen bildet die Martinsklause aus Remsfeld in der Baugruppe Nordhessen ein Zentrum innerhalb des Museums. In ihr werden während der Museumssaison einfache nordhessische Getränke und Speisen, wie sie in den 1950er-Jahren üblich waren, angeboten.

Standort im Hessenpark