Scheune aus Damshausen

Erbaut: um 1771
Abgebaut: 1987
Wiedererrichtet: 1988 bis 1989

Die Fachwerkscheune war am alten Standort Bestandteil einer dreiteiligen Hofanlage. Das Wohnhaus wurde abgerissen und um 1980 durch einen Neubau ersetzt. Die mit Kratzputzfeldern reich verzierte Scheune wurde ins Museum überführt. Das dreizonige Gebäude ruht auf einem Natursteinsockel. Die Fachwerkkonstruktion besteht aus
durchgehenden Eckständern. Vorder- und Rückansicht sind mit Kratzputzfeldern geschmückt. Der Kratzputz an der Scheune aus Damshausen wurde beim Wiederaufbau im Hessenpark rekonstruiert. Die linke Giebelseite wrude einfach gestippt. Die anderen Flächen wurden aufwändiger ausgeführt. Hier wurde der noch feuchte Untergrund zuerst mit einem abgeschnittenen Reisigbesen beziehungsweise einem Nagelbrett gelocht. Anschließend glättete man den Rand und gestaltete die Motive mit einem Streicheisen, dem Finger oder ritzte mit einem Nagel Sternmotive ein.

Auf der Rückseite der Scheune befindet sich in einem Gefach, als bisher ältester Hinweis auf die Tätigkeit der Malerfamilie Donges, die Jahreszahl 1782. Über dem Zufahrtstor der Hofseite befindet sich ein großer Taubenschlag, der vermutlich um 1840 angebracht wurde.

Der Güterwaggon in der Toreinfahrt ist Teil der Ausstellung „Flucht und Vertreibung“, welche in der Scheune aus Damshausen und im Wohnhaus aus Sterzhausen gezeigt wird. Er steht sowohl für die Vertreibung der Menschen aus ihrer ursprünglichen Heimat als auch für deren Ankunft auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Hessen.

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Standort im Hessenpark