Das Rote Höhenvieh

Rotes Höhenvieh vor der Windmühle aus Borsfleth

Schon die Kelten züchteten rotbraune Rinder, von denen das einfarbig Rote Höhenvieh abstammt. Entstehungsgebiet der robusten Dreinutzungsrasse sind die kargen Mittelgebirgsregionen. Nach und nach entwickelten sich regionale Unterarten wie das „Vogelsberger Höhenvieh“. Später wurden die typgleichen Schläge benachbarter Regionen als „Rotes Höhenvieh“ zusammengefasst. Die munteren Rinder wurden früher in der dörflichen Landwirtschaft als Fleisch- und Milchlieferanten genutzt. Außerdem setzte man sie als Zugtiere ein, denn Pferde konnten sich nur wenige leisten. Auch Ochsen hatte nicht jeder Bauer im Stall. Rinderrassen wie das Rote Höhenvieh, bei denen auch Milchkühe für die Feldarbeit eingespannt werden können, waren für kleine Bauern daher optimal. Einkreuzungen von ertragreicheren Milch- und Fleischrinderrassen haben das Rote Höhenvieh mittlerweile in Deutschland verdrängt. Ziel des Hessenparks ist es, unsere Rotvieh-Rinder zu Zugtieren auszubilden, wie es einst üblich war.

Den Standort der Rinder kann man tagesaktuell den Tier-Infotafeln am Eingangsgebäude oder in Spielplatznähe entnehmen.